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Winterurlaub: Die 5 wichtigsten Reiseversicherungen

Ob mit der Familie oder mit Freunden, ein Winterurlaub ist eine tolle Sache! Verschneite Berge, tagsüber Wintersport, ausgedehnte Schneespaziergänge und abends dann gemütlich beisammenzusitzen und gemeinsam zu essen sorgt für ein tolles Flair und trotz viel Aktivität für die absolute Erholung. Da aufgrund der sportlichen Aktivitäten in einem Winterurlaub auch schnell mal etwas schief gehen kann und während eines Winterurlaubs in der Regel teures Gepäck mitgeführt wird, ist es wichtig im Winterurlaub alle nötigen Reiseversicherungen zu haben. Böse Überraschungen können mit den richtigen Versicherungen bestmöglich abgefedert werden und halten den Schaden so in Grenzen. 5 Reiseversicherungen gibt es, die zu einem Winterurlaub unbedingt dazu gehören und die alle abgeschlossen werden sollten, bevor es losgeht.

  1. Die Reiserücktrittsversicherung

Eine Reiserücktrittskostenversicherung macht nicht nur bei großen Sommerurlauben, sondern auch für den Winterurlaub Sinn. Schließlich kann immer mal etwas dazwischenkommen, das den Reiseantritt unmöglich macht.

Wer Winterurlaub in Österreich, der Schweiz oder in Frankreich macht, der wird seine Reise voraussichtlich mit dem Auto antreten. Mit der richtigen Versicherung können auch nur die Unterkunftskosten versichert werden, vorausgesetzt diese sind stornierbar. Ein Winterurlaub in Kanada oder den USA, der auch immer mit einer Flugreise verbunden ist, ist in der Regel deutlich teurer und sollte unbedingt versichert werden. Schließlich wäre es zu ärgerlich auf dem Geld sitzen zu bleiben, wenn die Reise nicht angetreten werden kann.

Eine Reiserücktrittsversicherung greift bei verschiedenen Ereignissen, die den Antritt einer Reise verhindern. Dazu zählen eine schwere Erkrankung, Tod, ein plötzlicher Arbeitsplatzverlust oder eine zum Zeitpunkt der Buchung noch nicht bekannte Schwangerschaft. Wichtig ist, dass die Reiserücktrittsversicherung mindestens 30 Tage vor Reiseantritt abgeschlossen wird (bei kurzfristig geplanten Reisen spätestens drei Tage nach Reisebuchung), damit sie überhaupt greifen kann. Darüber hinaus ist es ebenfalls wichtig, dass die Reise eine Stornierungsoption hat, die Versicherung übernimmt nämlich nur die Stornokosten. Bei einer Reise, die gar nicht erst kostenlos storniert werden kann, ist auch eine Reiserücktrittsversicherung überflüssig.

  1. Die Reiseabbruchversicherung

Eine Reiseabbruchversicherung funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie eine Reiserücktrittsversicherung, nur dass sie für die Zeit während des Winterurlaubs gilt. Kommt es während des Urlaubs zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall, einer schweren Erkrankung oder zum Tod eines Familienmitglieds, sowohl unter den mitreisenden Familienmitgliedern als auch unter den in Deutschland verbliebenen Familienmitgliedern, greift eine abgeschlossene Reiseabbruchversicherung. Die Versicherung erstattet dann sowohl die Rückreisekosten für die versicherten Personen als auch die Kosten für die gebuchten Leistungen, die aufgrund des Reiseabbruchs nicht mehr in Anspruch genommen werden können.

  1. Die Auslandskrankenversicherung

Für einen Winterurlaub im europäischen Ausland benötigen Reisende keine spezielle Krankenversicherung. Über die europäische Krankenversicherungskarte sind sie in der gesamten EU versichert und müssen keinen extra Versicherungsschutz abschließen. Die europäische Krankenversicherungskarte ist auf der Rückseite der normalen Versichertenkarte abgedruckt und kann bei einem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt eingesetzt werden.

Für einen Winterurlaub in den USA, Kanada oder an anderen Zielen außerhalb Europas (die europäische Krankenversicherungskarte gilt in allen Ländern der EU sowie in noch einigen weiteren europäischen Ländern) ist hingegen eine Auslandskrankenversicherung nötig. Die Behandlungskosten im Ausland müssen dann in der Regel vorgestreckt werden und werden von der Versicherung dann nach Vorlage der Belege erstattet. Gerade in den USA oder in Kanada ist medizinische Behandlung so kostspielig, dass eine Auslandskrankenversicherung unerlässlich ist. Eine Auslandskrankenversicherung kann im Jahrestarif abgeschlossen werden und kostet dann nur wenige Euro. Auch der Abschluss für eine einzelne Reise ist möglich und im Schnitt dann etwas teurer. Urlauber sollten unbedingt darauf achten, dass bei einer Auslandskrankenversicherung auch der Rücktransport mit versichert ist, um im Krankheitsfall dann ohne Zusatzkosten sicher nach Hause zu kommen.

  1. Die Reisegepäckversicherung

Bei einem Winterurlaub fällt das Gepäck meist üppig aus. Zu den normalen Koffern mit Kleidung und Kosmetik kommt noch eine teure Ski- oder Snowboardausrüstung, ohne die Wintersport nicht möglich ist. Zwar kann so eine Ausrüstung auch vor Ort geliehen werden, gerade wer aber regelmäßig in den Winterurlaub fährt und schon lange Wintersport betreibt, wird wahrscheinlich sein eigenes Snowboard oder seine eigene Skikleidung haben, die dann mit ins Auto gepackt wird. Da es immer passieren kann, dass Gepäck geklaut oder beschädigt wird, kann eine Reisegepäckversicherung Sinn machen.

So kann beispielsweise auf dem Weg in den Urlaub auf der Raststätte das Auto aufgebrochen und die teure Skiausrüstung entwendet werden. Auch kann in die Ferienwohnung eingebrochen und der gesamte Kofferinhalt inklusive teuren Kameras oder Laptops geklaut werden, während man selber gerade auf der Piste ist.

Mit der Versicherungsgesellschaft wird bei Abschluss der Versicherung eine Summe vereinbart, in deren Rahmen das Gepäck dann versichert ist. Wird es gestohlen oder beschädigt, greift die Versicherung – aber nur unter gewissen Umständen. Verliert man sein Gepäck oder kommt es unbeaufsichtigt abhanden, zahlt die Versicherung nicht. Wird es allerdings im Zuge eines Elementarereignisses (Feuer, Sturm, Überschwemmung) beschädigt oder im Rahmen einer Straftat gestohlen, tritt die Versicherung ein. Die Ereignisse, die zum Abhandenkommen oder zur Beschädigung des Gepäcks geführt haben, müssen nachgewiesen werden, andernfalls greift die Versicherung nicht.

  1. Die Reisehaftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung ist nicht nur zu Hause eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Auch während einer Reise sollte die Haftpflichtversicherung greifen, weshalb es wichtig ist, auch im Ausland gedeckt zu sein. Wer schon eine Haftpflichtversicherung hat, sollte also nun seinen Versicherungsvertrag auf die Gültigkeit der Versicherung im Ausland überprüfen. Wer noch keine Haftpflicht hat, sollte umgehend eine Police abschließen und die Möglichkeit zur Deckung im Ausland mit berücksichtigen.

Eine Reisehaftpflichtversicherung schützt unterwegs davor, für Schäden durch kleine Unachtsamkeiten selber aufkommen zu  müssen. Schließlich kann es immer mal passieren, dass aus Versehen etwas beschädigt oder jemand verletzt wird und wer dann die Kosten tragen muss, kann je nach Situation auf Lebzeit finanziell ruiniert sein. Beispiele dafür sind, in der Ferienwohnung aus Versehen eine Kerze brennen zu lassen, wodurch das Haus Feuer fängt. Auch ein unfreiwillig verursachter Skiunfall wie zum Beispiel ein Zusammenstoß mit einer anderen Person, die für die andere Person schwere Verletzungsfolgen mit langwierigen Behandlungen und hohen Kosten mit sich bringt, ist durch eine Reisehaftpflichtversicherung abgedeckt. Da Privathaftpflichtversicherungen üblicherweise nur für einen begrenzten Zeitraum im Ausland gelten, sollte unbedingt vor Antritt des Winterurlaubs geklärt werden, ob die geplante Reise gedeckt ist.