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Reiserücktrittsversicherung „Finanztest“ Testsieger 06/2016

Die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 6/2016) hat 128 Reiserücktrittsversicherungen untersucht und mit den TravelSecure-Tarifen der Würzburger einen klaren Sieger gefunden. Doch auch andere Angebote konnten überzeugen, wenn jedoch nicht in allen Kategorien. „Finanztest“ hat die Versicherungspolicen auf ihre Kundenfreundlichkeit, ihre Leistungen und die unterschiedlichen Konditionen überprüft und bemängelt bei allen Versicherungen denselben Aspekt: Dass sie im Krankheitsfall nur bei „unerwarteter schwerer Krankheit“ zahlen. Diese Aussage ist der Zeitschrift zu schwammig, weshalb die Note „Sehr gut“ auch nicht vergeben wurde.

Was es beim Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung zu beachten gilt

Kunden, die eine Reiserücktrittsversicherung abschließen wollen, müssen zunächst für sich abwägen. Wollen Sie eine Jahrespolice oder eine einzelne Versicherung abschließen? Je nachdem wie viele Reisen pro Jahr angetreten werden, macht eine Jahrespolice mehr Sinn. Bei einem Reisepreis von 3.000 € und mehr für eine einzelne Reise kann aber auch die Jahrespolice günstiger sein – hier hilft vergleichen! Kunden müssen ihre Jahrespolice wieder kündigen wenn sie sie nicht mehr brauchen, andernfalls verlängert sie sich automatisch um ein Jahr.

Die Zeitschrift „Finanztest“ rät Reisenden, ihre Versicherung nicht direkt über das Online-Buchungsportal oder im Reisebüro abzuschließen. Vielmehr sollte der Versicherungsabschluss sorgfältig überdacht und verschiedene Angebote geprüft werden, weshalb sich ein späterer Abschluss anbietet. Wichtig ist jedoch sich an die Fristen zu halten: Mindestens 30 Tage vor Reiseantritt muss eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden. Bei spontaneren Buchungen muss der Versicherungsvertrag spätestens 3 Tage nach Buchung unterschrieben sein.

Lieber eine Versicherung ohne Selbstbehalt abschließen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Selbstbehalt. Tarife mit Selbstbehalt sind ein paar Euro günstiger, was zunächst verlockend ist. Kommt es allerdings zum Schadensfall, müssen bis zu 20 % der Reisekosten selber getragen werden, was die Tarif-Ersparnis völlig zunichtemacht. Es empfiehlt sich daher der Abschluss einer Versicherung ohne Selbstbehalt, trotz des etwas teureren Tarifs.

Für Senioren kommt nicht jede Versicherung in Frage: Einige Anbieter versichern Personen ab 65 Jahren gar nicht erst, andere nehmen einen saftigen Aufschlag für Reisende diesen Alters. Familien können bei allen Versicherungsgesellschaften einen Familientarif abschließen und sparen sich somit den Abschluss für jedes einzelne Familienmitglied, das mit reist. Dies ist nicht nur preis-, sondern auch zeitsparend.

Neben einer Reiserücktrittsversicherung empfiehlt „Finanztest“ auch eine Reiseabbruchversicherung. Diese kann meist in einem Rundum-Schutz-Paket gleich mit gebucht werden und greift im Fall, dass während der Reise etwas Unvorhergesehenes passiert. Ab dem Moment des Eincheckens verliert die Reiserücktrittsversicherung nämlich ihren Wert, da die Reise ab diesem Moment als Angetreten gilt.

Diese Gesellschaften bieten gute Tarife an

Ob eine Reiserücktrittsversicherung nötig ist, muss jeder für sich entscheiden. Da aber immer etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommen kann, das den Antritt der Reise unmöglich macht, lohnt sich der Versicherungsabschluss gerade bei teuren oder weit im Vorfeld geplanten Reisen.

Gute Angebote bieten neben der Würzburger auch die Signal Iduna, BD24 Berlin Direkt, die HanseMerkur, die Barmenia, ERV und AGA/AWP P&C. Tarife mit Selbstbehalt hat „Finanztest“ nicht untersucht. Kunden sollten neben den verschiedenen Vergleichsmöglichkeiten im Internet vor allem bei Abschluss die Verträge immer gründlich lesen. Entscheidend sind die Umstände, unter denen die Versicherung ihre Leistung erfüllt.